Lichterprozession zur Lourdes-Grotte in Vichten

Das Marienfest sagt uns, dass unser Leben nicht nur ein Ende, sondern ein Ziel hat.
Zahlreiche Gläubige bei der 77. Lichterprozession zur Lourdes-Grotte in Vichten
15. August 2009

Wie jedes Jahr zieht es zum Feste Mariä Himmelfahrt zahlreiche Gläubige zu den verschiedensten Muttergottesstatuen quer durch das Land. So auch die Pilger von Vichten und Umgebung, die sich seit Jahren bei der Lourdes-Grotte im Ort genannt „um Géisser“ einfinden,  um Maria zu danken.

Im Jahre 1932 wurde zwischen Vichten und Michelbouch eine Lourdes- Grotte erbaut, wo die Muttergottesstatue seit nunmehr 77 Jahren auf ihrem Ehrenplatz den Gläubigen Trost und Kraft in schweren Zeiten spendet.

Die vielen Pilger der diesjährigen Lichterprozession an Mariä- Himmelfahrt konnten sich von der Schönheit der Lourdes- Grotte erfreuen, die Dank des „Komitee Grott Viichten“ über all die Jahre mit viel Liebe und Sorgfalt instand gehalten wird.

Die von der lokalen Feuerwehr angeführte Prozession an der die Muttergottesverehrer teilnahmen, führte die Pilger von der Pfarrkirche hinauf zu dem mit unzähligen Kerzen und Lichtern beleuchteten einheimischen Wallfahrtsort.

Im Rahmen einer Gedenkfeier vor der herrlich geschmückten Grotte, segnete Pfarrer Reiner Gresch die Kräuter und erinnerte in seiner Predigt an den Menschen der nur wirklich Mensch ist in der Einheit von Leib, Seele und Geist. Und wenn man daran glaubt, dereinst als ganze Menschen zu Gott zu gelangen, dann wiederum nur in der von Gott wiederhergestellten Einheit von Leib, Seele und Geist. Das heutige Marienfest sagt uns, dass unser Leben nicht nur ein Ende, sondern ein Ziel hat.

An Maria Vollendung können wir ablesen, was Gott mit uns allen vorhat. Sie, die sich ganz und gar, - mit Leib und Seele-, Gott zur Verfügung gestellt hat, sie ist nach ihrem irdischen Ende ganz und gar, mit Leib und Seele bei Gott vollendet. Es geht also am Fest Mariä Himmelfahrt um unser aller Zukunft und nicht um eine exotische Sonderlehre der Kirche über Maria. Dem pilgernden Gottesvolk ist sie ein untrügliches Zeichen der Hoffnung und eine Quelle des Trostes. Die gesangliche Umrahmung dieser Feier wurde von der „Union Chorale Vichten“ unter der Leitung von Henri Bissen musikalisch  mitgestaltet.

Abschliessend bedankte Pfarrer Reiner Gresch sich bei allen Mitgestaltern und bei den Mitgliedern des“ Komitee Grotte Viichten“ für deren unermüdlichen Einsatz zur Erhaltung dieses einheimischen  Gebetsortes. Nach der Feier, fand in der Pfarrkirche die Schlussandacht statt, wo Pfarrer Reiner Gresch allen Pilgern den eucharistischen Segen erteilte.

Einladung

Charles Reiser
Préizerdaul, 15. August 2009