Wie jedes Jahr zieht es zum Feste Maria Himmelfahrt zahlreiche Gläubige zu den verschiedenen Muttergottesstatuen quer durch das Land. So auch die Pilger von Vichten, die sich seit Jahren bei der Lourdes- Grotte im Ort genannt ,,Géiser’’ einfinden, um Maria zu danken.

Im Jahre 1932 wurde zwischen Vichten und Michelbuch im Ort eine Lourdes-Grotte erbaut, wo die Muttergottesstatue seit nunmehr 76 Jahren auf ihrem Ehrenplatz den Gläubigen Trost und Kraft in schweren Zeiten spendet. Die zahlreichen Pilger der 76. Lichterprozession an Maria-Himmelfahrt konnten sich an der Schönheit dieser Grotte erfreuen, die Dank des "Komitee Grott Viichten" über die Jahre mit viel Liebe instand gehalten wird.
Seit 1932 finden sich die Pilger an Maria-Himmelfahrt bei der Lourdes-Grotte in Vichten ein, um der Muttergottes zu danken.
Die von der lokalen Feuerwehr angeführte Lichterprozession, führte die Gläubigen nach der Festmesse in der Pfarrkirche von Vichten hinauf zu dem mit unzähligen Kerzen beleuchteten einheimischen Wallfahrtsort. Im Rahmen einer Gedenkfeier vor der geschmückten Grotte ging Pfarrer Hubert Colling in Gegenwart von Reiner Gresch, Pfarrer im Pfarrverband Grosbous auf die langjährige Tradition der Lichterprozession am Maria –Himmelfahrtstag in Vichten ein. In seiner Predigt erklärte Pfarrer Hubert Colling dass die Worte des scheidenden Herrn von der Kirche im Lauf der Geschichte mit Mut und Opfergeist befolgt wurden und werden auch heute noch immer wieder Wirklichkeit. Auch diese Gegend, wo sich jetzt das Land Luxemburg befindet, war schon früh das Ziel von Glaubensboten, die die frohe Botschaft vom auferstandenen und erhöhten Herrn unseren Vorfahren verkündet haben. So bildet die Gläubigen heute eine voll entfaltete Ortskirche, die sich hier zu einem groβen Glaubensfest versammelt hat. Bei Jesus seinem Kreuz stand seine Mutter. Woher hat sie so viel Trost, das sie schier unerschöpflich ist zum Trösten?

In allen Völkern der Erde ist sie da, um zu trösten, um die Leidenden, Trauernden, die Ratlosen und Hilfssuchenden zu trösten. Maria hat Trost empfangen von Gott. Diesen Trost kann sie weitergeben. Sie hat das Testament ihres Sohnes vollzogen und hat den letzten Willen ihres Sohnes verwirklicht. Möge Luxemburg im Herzen Europas stets auch das deutlich und sichtbar machen. Europa hat ein mütterliches Herz, das alle Kinder dieses Kontinentes mit liebender Sorge umgibt und tröstet. Maria, Trösterin der Betrübten, bitte für diesen Pfarrverband und dieses Land, für Europa und für alle, die dein Sohn zu erlösen kam.

Abschliessend bedankte sich Pfarrer Reiner Gresch sich bei den Mitgliedern des "Komitee Grotte Viichten" und allen Mitgestalter für deren unermüdlichen Einsatz zur Erhaltung dieses einheimischen Gebetsortes.

Nach der Feier, die gesanglich von der "Union Chorale Vichten" umrahmt wurde, fand in der Pfarrkirche die Schlussandacht mit eucharistischem Segen statt.
Charles Reiser
Préizerdaul, 15. August 2008